Parenzana

Parenzana ist die einstige Bahnstrecke, die Poreč und Triest miteinander verband, und von 1902 bis 1935 in Funktion war. Die Bahnstrecke war die Haupschlagader der wirtschaftlichen Verbindung Istriens mit der Welt, und ermöglichte die Entwicklung der damals ärmsten Teile Istriens durch den Transport der landwirtschaftlichen Güter aus Nordwestistrien, wie Wein, Obst, Gemüse oder Getreide.

Im Jahr 1996 begann man wegen ihres großen Potenzials und ihrer Bedeutung für die ganze istrische Halbinsel eine Revitalisierung der Bahnstrecke. Die erste Route wurde zwischen Vižinada und Motovun gerodet, und daraufhin erfolgte ein Radmarathon. Doch es blieb nicht dabei, das Projekt wurde auch international vorgestellt, um die Mittel für die weitere Kultivierung und Säuberung der Strecke zu beschaffen. Der istrische Teil der Parenzana schlängelt sich durch wunderschöne Täler, über grüne Hügel, durch Weinberge und Olivenhaine, direkt an mittelalterlichen Städtchen vorbei, und nach der Wiederherstellung entfalteten sich neue Landschaftsbilder Istriens. Die Besonderheiten der Strecke sind Tunnels und Viadukte, Meisterwerke der damaligen Architektur, von denen wir an der Parenzana sogar acht, bzw. sechs finden.

Die Stadt Buje war die erste Haltestelle von der die ersten Züge der Parenzana nach Triest bzw.Poreč fuhren, und deshalb verlaufen die Radfahrerwege heute auch in zwei Richtungen: von Buje aus zur slowenischen Grenze, und der zweite über Grožnjan und Motovun nach Vižinada. Am Weg befinden sich auffallende gelbe Tafeln mit Informationen über historische Viadukte, Tunnels und Bahnhaltestellen, die man unterwegs antrifft. Die einstige Bahnstrecke eignet sich für das Radfahren, Trekking und Wandern, aber sie kann auch mit dem Bummelzug besichtigt werden.